SONNE OHNE REUE NUR MIT OPTIMALEM SCHUTZ
Das Thema Sonnenschutz ist wichtiger denn je.
Vor allem das verstärkte Auftreten von Oberhautkarzinomen ist zu einem Großteil auf vermehrte Sonneneinstrahlung im Kindes- und Jugendalter zurückzuführen.
"Sonnenschutzmittel sind daher essentiell bei der Vorbeugung von Hautkrebs", betont Gesundheitsminister Alois Stöger.
Das Gesundheitsministerium und "Kosmetik transparent" unterstützen dieses Jahr erstmals die Aktion der Österreichischen Krebshilfe "Sonne ohne Reue" und informieren über die wichtigsten Neuheiten auf dem Sektor Sonnenschutz(mittel).
Denn auf die richtige Anwendung kommt es an.
RICHTIG EINCREMEN
Nur wer richtig eingecremt ist, hat einen ausreichenden Schutz.
Fachleute empfehlen zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter.
Außerdem muss das Sonnenschutzmittel an Hauttyp und Anwendungszweck angepasst sein.
NEUE KENNZEICHNUNG
Je länger der Aufenthalt in der Sonne, desto höher sollten UVB-Lichtschutzfaktor und UVA-Schutz sein.
Auf EU-Ebene wurde ein genormtes Logo eingeführt, welches die Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels vereinfacht.
Produkte, deren UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt, dürfen das Siegel UVA tragen.
Diese Auszeichnung ersetzt die Bezeichnung "Australischer Standard".
ZUSATZKENNZEICHNUNG FÜR UVB
Der Lichtschutzfaktor, auch LSF, Sonnenschutzfaktor, Sun Protection Factor oder SPF, ist ein Maß für die Wirksamkeit der UVB-Filter.
UVB-Strahlen sind sehr energiereich und durchdringen die oberste Hautschicht.
Dort regen sie die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) zur vermehrten Melanin-Bildung an, das die Haut vor den eindringenden Sonnenstrahlen schützt.
Die Haut wird dadurch braun.
UVB-Strahlen verursachen auch Sonnenbrand und schädigen die Erbsubstanz (DNS) der Haut.
Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark die Sonnencreme vor den UVB-Strahlen schützt und damit die Zeit verlängert, bis eine Rötung der Haut in der Sonne auftritt.
Sonnenschutzmittel müssen mindestens einen Lichtschutzfaktor 6 aufweisen.
Um die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors zu erleichtern, sind die gemessenen Lichtschutzfaktoren in Kategorien eingeteilt:
Etikettauszeichnungen:
Niedriges Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 6-10)
Mittleres Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 15-25)
Hohes Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 30-50)
Sehr hohes Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 50+)
CHECKLISTE FÜR DEN KAUF VON SONNENCREME
Lichtschutzfaktor: Je heller der Hauttyp und je intensiver die Sonneneinstrahlung, desto höher sollte der UVB-Schutz sein.
Im Zweifel gilt: Lieber zum höheren Schutz greifen.
UVA-Schutz: Die UVA-Kennzeichnung garantiert, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt.
Wasserfest: Wer sich viel im Wasser aufhält oder Wassersport, wie etwa Wasserball, Surfen, Segeln, … betreibt, sollte zu einem wasserfesten Mittel greifen.
Kinder: Sonnenschutzmittel für Kinder sind nicht nur speziell für Kinderhaut formuliert, sondern auch kindgerecht beim Eincremen, etwa mit Farben oder zum Sprühen.
Lotion, Spray oder Creme?
Das hängt von den persönlichen Bedürfnissen und dem persönlichen Geschmack ab.
Lotionen und Sprays ziehen oft schneller ein als Cremes.
Die kostenlose Broschüre "Sonnen ohne Reue" kann beim Bundesministerium für Gesundheit angefordert werden.
Bestellungen:
Bundesministerium für Gesundheit
e-mail: broschuerenservice@bmg.gv.at
Tel.: 0810/81 81 64 (zum Ortstarif)