KINDERGESUNDHEIT STÄRKEN
"In Österreich leben 1,7 Millionen Menschen unter 19 Jahren.
Diese Kinder und Jugendlichen haben keine Lobby, wir müssen Verantwortung für sie mitübernehmen.
Es ist Aufgabe der Politik, die Versorgungsqualität für Kinder zu optimieren, Defizite in der Kindergesundheit aufzuzeigen und Lösungen dafür zu finden", so Gesundheitsminister Alois Stöger am 28.04.2010 beim Start des "Kindergesundheitsdialogs", dessen Ziel es ist, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik bis Sommer des nächsten Jahres eine Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit aller Kinder in Österreich zu entwickeln.
Kindergesundheit hängt in hohem Maße von der Beziehung zu den Eltern und von sozialen Faktoren ab.
In Österreich leben 90.000 Kinder in Armut, 250.000 sind armutsgefährdet.
Daher gelte es, die Kindergesundheit zu stärken, so Stöger.
DIE GRÖßTEN DEFIZITE UND RISIKOFAKTOREN:
- steigende Anzahl übergewichtiger Kinder
- Zigaretten- und Alkoholkonsum
- niedriger sozioökonomischer Status
- Migrationshintergrund
- schlechte Familienverhältnisse
SCHUTZFAKTOREN SIND:
+ Ein unterstützendes Umfeld
+ Zusammenhalt
+ Freunde
+ Lebensfreude
Diese Schutzfaktoren muss die Gesundheitspolitik stärken.
IM KINDERGARTEN UND DER SCHULE DIE GESUNDHEIT FÖRDERN
Ein zentrales Thema im "Kindergesundheitsdialog" wird die Rehabilitation von Kindern sein.
Dazu hat Gesundheitsminister Stöger bereits eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in den Dialog einfließen werden.
"Je früher bei Kindern und Jugendlichen angesetzt wird, desto eher schafft man mit geringen Investitionen große Wirkung", erklärt Stöger.
Der Minister setzt deshalb bereits im Bereich des Kindergartens und der Schule Schwerpunkte.
ERFOLG MIT MUTTER-KIND-PASS
Ein "Klassiker" im Bereich der Kindergesundheit ist der Mutter-Kind-Pass, der seit 2010 zusätzliche wichtige Untersuchungen umfasst.
Dadurch konnte die Säuglingssterblichkeit stark gesenkt werden.