Demenz

Demenz

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an.

Aus dem Blickwinkel der Pflege und Betreuung nimmt das Thema Demenz einen besonderen Stellenwert ein, zumal der größte Teil der Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen zu Hause von den Angehörigen versorgt wird.

Demenz ist zwar nicht heilbar, Früherkennung ermöglicht es aber den Krankheitsverlauf zu verzögern und zu mildern.

Eine qualifizierte Begleitung und Beratung ist wichtig, um Betroffenen und Angehörigen zu helfen.

In Verdachtsfällen kann man sich an eine Gedächtnisambulanz oder an Fachärzte für Neurologie wenden.

Zudem gibt es in den Bundesländern regionale Beratungs- und Hilfsangebote.

Unterstützungsangebote bei Demenz

Bei der Pflege und Betreuung von Familienmitgliedern mit demenziellen Beeinträchtigungen hilft das Sozialministerium durch vier große Maßnahmenpakete:

  • Das Pflegegeld berücksichtigt bei der Feststellung des Pflegebedarfes diese erschwerte Pflegesituation mit einem Zuschlag, der den Mehraufwand pauschal abgelten soll. Dieser Zuschlag erfolgt in Höhe von 25 Stunden pro Monat.
  • Es gibt bereits ab Pflegegeldstufe 1 Zuwendungen für die Ersatzpflege, wenn Angehörige wegen Krankheit oder Urlaub die Pflege vorübergehend nicht erbringen können.
  • Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit können mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Während dieser Zeit gibt es einen Motivkündigungsschutz, einen Rechtsanspruch auf das Pflegekarenzgeld sowie eine sozialrechtliche Absicherung der Pflegeperson.
  • Auf Wunsch bietet das Sozialministerium einen kostenlosen Hausbesuch zur Beratung durch eine diplomierte Pflegefachkraft an. Angehörige, die sich aufgrund der Pflegesituation psychisch belastet fühlen, können zudem ein psychologisches Angehörigengespräch in Anspruch nehmen.

Nationale Demenzstrategie

Im Auftrag des Gesundheits- und des Sozialministeriums wurde die Gesundheit Österreich GesmbH (GÖG) mit der Ausarbeitung einer Demenzstrategie beauftragt.

Der Prozess erfolgte sektorenübergreifend und band alle relevanten Partner (Steakholder) - Bund, Länder, Sozialversicherungen, professionelle Experten, Betroffene und zuletzt im Sinne der Partizipation eine breite Öffentlichkeit - ein.

Nach Einarbeitung aller Anregungen aus der Online-Befragung und einem breiten Begutachtungsverfahren des Entwurfes wurde am 14. Dezember 2015 der Abschlussbericht - Ergebnisse der Arbeitsgruppen - von den zuständigen Ministern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sieben Wirkungsziele - (mit insgesamt 21 Handlungsempfehlungen) im Überblick:

  • Teilhabe und Selbstbestimmung der Betroffenen sicherstellen
  • Information breit und zielgruppenspezifisch ausbauen
  • Wissen und Kompetenz stärken
  • Rahmenbedingungen einheitlich gestalten
  • Demenzgerechte Versorgungsangebote sicherstellen und gestalten
  • Betroffenenzentrierte Koordination und Kooperation ausbauen
  • Qualitätssicherung und -verbesserung durch Forschung

Projekte

Im Bereich der Langzeitpflege unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden mittels Zweckzuschüssen aus dem Pflegefonds bei der Sicherung und dem bedarfsgerechten Aus- und Aufbau der Betreuungs- und Pflegedienstleistungen.

Bis spätestens 31. Oktober eines jeden Jahres sind die Länder nach den Bestimmungen des Pflegefondsgesetzes verpflichtet, sogenannte Sicherungs-, Aus- und Aufbaupläne für das jeweilige Folgejahr dem Sozialministerium vorzulegen.

Den Bericht „Demenzstrategie – Gut leben mit Demenz“ finden Sie in unserem Broschürenservice.

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