Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur Betrieb
Der Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur Betrieb schafft mit dem Betrieb eines rund 5.700 km langen Schienennetzes die Grundlage für einen modernen und reibungslosen Personen- und Güterverkehr in Österreich.
Die technische und operative Betriebsführung erfolgt wirtschaftlich effizient, unter absoluter Kundenorientierung und erfüllt Sicherheitsstandards auf höchstem Niveau.
Täglich werden knapp 30.000 Waggons zu über 6.100 Zügen gereiht und für 550.000 Reisende und 265.000 Tonnen Güter in Bewegung gesetzt.
Darüber hinaus ist der Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur Betrieb für die Produktionsplanung, den Verschub sowie die Wartung, Inspektion und Instandsetzung der Schieneninfrastruktur zuständig.
Der Geschäftsverlauf 2007 im Überblick
Im Geschäftsjahr 2007 konnte die Produktivität weiter verbessert werden: Die Zugkilometer nahmen um rund 2% auf rund 150,2 Mio. zu, die Bruttotonnenkilometer um rund 4% auf rund 76.200 Mio.
Aufgrund der Übertragung der Teilbetriebe Bahnbau und Netztechnik an die ÖBB-Infrastruktur Bau AG gingen im Geschäftsjahr 2007 die Gesamterträge des Teilkonzerns um rund 22% auf rund 1.544,8 Mio. EUR zurück.
Die staatliche Leistungsabgeltung für Betrieb, Wartung, Inspektion und Instandsetzung der Schieneninfrastruktur blieb mit 1.006 Mio. EUR exakt auf dem Niveau des Vorjahres.
Aufgrund einer organisatorischen Umgliederung ging der durchschnittliche Personalstand des Berichtsjahres um rund 27% auf 12.681 MitarbeiterInnen zurück.
Die Highlights 2007
Qualitätsfokus Bahnhof – Kundenorientierung
Im Rahmen des 2005 gestarteten Programms „Qualitätsfokus Bahnhof“ soll die Ausstattung der Bahnhöfe und Haltestellen kontinuierlich verbessert werden.
Dazu wurden im Geschäftsjahr wie schon im Vorjahr rund 10 Mio. EUR investiert.
Die Schwerpunkte bilden Informations- und Wegeleitsysteme, sowie Maßnahmen zu Verbesserung der Sicherheit und Barrierefreiheit für Kunden.
Zur Überprüfung der Kundenfreundlichkeit und -akzeptanz des aktuellen Stands an Innovationen, haben die ÖBB Baden bei Wien zur Musterverkehrsstation ausgebaut.
Einen Schwerpunkte bildet eine verbessertesKundeninformation durch neue Timeboards, die nicht nur die Verbindungen der ÖBB, sondern auch die Ankunfts- und Abfahrtszeiten anderer Verkehrsmitteln abbilden.
Zum besseren Management von Kundenwünschen und -beschwerden wurde eine neue Kundenservice-Datenbank eingerichtet.
Die Zufriedenheitsmessungen bei Reisenden und Eisenbahnverkehrsunternehmen zeigten erfreuliche Ergebnisse.
Reisende bewerteten die Information, Sauberkeit, Sicherheit und Ausstattung der Verkehrsstationen mit durchschnittlich 1,9 (2006: 2,1) nach dem Schulnotensystem, und auch Eisenbahnverkehrsunternehmen belegen die Spitzenposition des Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur Betrieb im europäischen Umfeld.
Schwerpunkt Sicherheit
Auch 2007 wurden die Sicherheitsaktivitäten konsequent fortgesetzt und weiterentwickelt.
So haben etwa die MitarbeiterInnenprogramme „Unfallfreier Verschub“ und „SICHER = SICHER, Zug um Zug“ nachhaltig zur Stabilisierung des Sicherheitsniveaus beigetragen.
Die unfallfrei gefahrenen Zugkilometer (von Zugunfall zu Zugunfall) konnten mit 7,2 Mio. Zugkilometern (2006: 7,4; 2002: 2,5) stabil gehalten werden.
Um der steigenden Zahl von Unfällen an Eisenbahnkreuzungen, die in nahezu allen Fällen auf ein Fehlverhalten der Kraftfahrzeuglenker zurückzuführen waren, entgegenzuwirken, wurden verschiedene Maßnahmen wie Informationsfolder oder besser sichtbare Bodenmarkierungen realisiert.
Durch strukturelle Veränderungen im Bereich Verschub soll die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene erhöht werden.
Die Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit im Bestandsnetz steht im Fokus von Instandhaltung und Instandsetzung.
Mit der Umsetzung der Betriebsführungsstrategie soll Sicherheit, Qualität und Produktivität weiter verbessert werden.