Marmorecksalon

Marmorecksalon

Vom Kongresssaal führt eine Türe in den Marmorecksalon, der ebenfalls nach dem Krieg schwer beschädigt war.

Der Architekt Oswald Haerdtl, der für die gesamte Wiederherstellung des Bundeskanzleramtes verantwortlich zeichnete, durfte diesen Raum nach 1945 neu gestalten.

Dabei kombinierte er roten Marmor mit goldenem Metall.

Ersterer gab dem Salon seinen neuen Namen.

Mit den beiden Gemälden von der Unterzeichnung des Staatsvertrages und dem Dollfuß-Gedenkstein spiegelt der Raum eindrucksvoll die jüngere Geschichte Österreichs wider.

Das weniger bekannte Gemälde stammt vom österreichischen Maler Sergius Pauser (1896–1970) und sorgte für einen Eklat.

Erst die zweite Fassung von Robert Fuchs (1896–1981) konnte dem Geschmack dieser Zeit und dem staatstragenden Charakter entsprechen.

Anlässlich der Neugestaltung durch Haerdtl wurde in diesem Salon der Dollfuß-Gedenkstein im Boden eingelassen.

Er erinnert an den Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1892–1934), der am 25. Juli 1934 infolge eines nationalsozialistischen Putsches in diesem Zimmer ermordet worden ist (siehe auch: Die Erste Republik).

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(Fotos © BPD/imb)

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