Gentechnik

Gentechnik

Was ist Gentechnik?

Alle Lebewesen, egal ob Menschen, Tiere oder Pflanzen, besitzen im Inneren ihres Körpers Gene.

Gene beinhalten alle Informationen, die vererbt werden können: zum Beispiel die Haarfarbe, Augenfarbe oder Blutgruppe.

Diese Informationen werden auch "Erbgut" genannt.

Wird dieses Erbgut im Labor künstlich verändert, dann nennt sich das Gentechnik.

Wird das Erbgut einer Pflanze verändert, so nennt sich das "grüne Gentechnik".

Eine Pflanze oder ein Tier, das gentechnisch verändert wurde, nennt sich "gentechnisch veränderter Organismus".

Die Abkürzung für "gentechnisch veränderter Organismus" ist GVO.

Warum Gentechnik?

Mit der Gentechnik ist es möglich, die Pflanze so zu verändern, dass sie zum Beispiel:

  • widerstandsfähiger gegen Schädlinge oder Krankheiten wird
  • mehr Trockenheit oder Kälte verträgt
  • oder sich die Produkteigenschaften ändern, zum Beispiel Reis mit höherer Vitamin-A Konzentration

Seit ca. 20 Jahren gibt es heftige Diskussionen zur "grünen Gentechnik" und viel Verunsicherung in der Bevölkerung.

Ohne Zulassung darf in der EU kein GVO in der Landwirtschaft oder Lebensmittelproduktion verwendet werden.

Für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gibt es in der EU und in Österreich strenge Regeln.

Situation in der EU und Österreich

In der EU ist der Anbau von zwei gentechnisch veränderten Mais-Sorten zugelassen, nämlich MON810 und T25.

Es darf jedoch nur MON810 angebaut werden.

Für T25 fehlt die Saatgut-Verkehrsgenehmigung, deshalb darf es nicht angebaut werden.

In der EU sind derzeit ca. 60 verschiedene GVO für den Import zugelassen, wie z.B. Soja, Mais, Raps…

In Österreich darf momentan in der Landwirtschaft kein GVO angebaut werden.

Der Import von GVO-Produkten ist in Österreich erlaubt.

Hauptsächlich werden Futtermittel für Tiere importiert, wie zum Beispiel gentechnisch veränderter Mais.

Kennzeichnungspflicht

Lebensmittel, die GVO enthalten oder aus GVO hergestellt wurden, müssen gekennzeichnet werden!

Diese Kennzeichnung gilt ab einem GVO-Anteil von 0,9 %.

Auch Futtermittel für Tiere, wie zum Beispiel gentechnisch veränderter Mais, muss gekennzeichnet werden.

Die Kennzeichnung muss auf der Verpackung gut sichtbar sein, zum Beispiel: "enthält gentechnisch veränderten Mais / Soja".

Bei Waren ohne Verpackung muss die Kennzeichnung am Regal oder am Verkaufsstand angebracht werden.

Ausnahme sind Produkte von Tieren, die mit GVO gefüttert wurden: zum Beispiel Eier, Milch oder Fleisch.

100 % gentechnikfrei

Gentechnik darf nicht verwendet werden bei:

  • Bio-Produkten aus der biologischen Landwirtschaft. Es dürfen auch die Tiere nicht mit GVO gefüttert werden!
  • Produkten, die mit "gentechnikfrei" gekennzeichnet sind
  • Produkten, die mit "ohne Gentechnik hergestellt" gekennzeichnet sind

Kontrolle

Die biologische und die gentechnikfreie Produktion werden in Österreich von unabhängigen Kontrollstellen kontrolliert.

Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal im Jahr, manchmal auch öfter.

Kontrolliert werden die landwirtschaftlichen Betriebe und die Betriebe, die Lebensmittel oder Futtermittel produzieren.

Die Betriebe werden direkt besucht und es werden Laboranalysen zu GVO gemacht.

Zusätzlich gibt es eine amtliche Lebensmittelkontrolle durch die Lebensmittelaufsicht der Bundesländer.

Kontrast

  • Kontrast-Darstellung schwarz-weiß
  • Kontrast-Darstellung schwarz-gelb
  • Kontrast-Darstellung blau-weiß

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