Hilfseinrichtungen

Hilfseinrichtungen

  1. Anlaufstellen in akuten Gewaltsituationen
  1. Frauenhelpline gegen Gewalt
  1. Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen - Frauennotrufe
  1. Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie
  1. Frauenhäuser
  1. Informationsstelle gegen Gewalt des Vereins der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser
  1. Orient Express – Beratung und Notwohnung für von Zwangsheirat betroffene Frauen und Mädchen
  1. Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel (IBF)

Anlaufstellen in akuten Gewaltsituationen

Besteht unmittelbare Gefahr, sollte unbedingt die Polizei gerufen werden, unter dem Notruf 133!

Für gehörlose Menschen wurde der SMS-Notruf 0800/133 133 eingerichtet.

Unabhängig davon besteht für Frauen, die von Gewalt bedroht oder bereits betroffen sind, ein sehr engmaschiges Netz an rechtlicher und faktischer Hilfe.

Neben der rund um die Uhr mit Expertinnen besetzten und gebührenfreien Frauenhelpline Tel.: 0800 222 555, stehen Frauen die Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt sowie in Gewaltsituationen in der Familie oder im sozialen Umfeld die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen zur Verfügung.

Frauenhäuser bieten von Gewalt bedrohten bzw. betroffenen Frauen und ihren Kindern auch einen geschützten Wohnraum.

Frauen und Mädchen, die von Zwangsheirat bedroht oder bereits betroffen sind, können Unterstützung, bei Bedarf auch Betreuung in einer geheimen Wohnung, durch den Verein Orient Express in Anspruch nehmen.

Ist eine Frau Opfer von Menschenhandel oder grenzüberschreitenden Prostitutionshandel findet sie Unterstützung bei der Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel.

Für Migrantinnen, die die deutsche Sprache nicht bzw. nicht so gut beherrschen, gibt es einige auf Migrantinnen spezialisierte Beratungsstellen.

Die Frauenhelpline 0800 222 555 bietet muttersprachliche Information und erteilt auch Auskunft über die am nächsten gelegene spezialisierte Einrichtung.

Auch die angeführten Hilfseinrichtungen erteilen vielfach bereits muttersprachliche Beratung bzw. ziehen bei Bedarf Dolmetscherinnen bei.

Die Broschüre "Frauen haben Recht(e)" fasst die Möglichkeiten für Frauen, Schutz zu suchen und ihre Rechte zu wahren, sowie die wesentlichsten Verfahrensabläufe zusammen und bietet ferner einen Einblick, wie Polizei, Justiz und die Hilfseinrichtungen zusammenarbeiten.

Die nachstehenden Beschreibungen der opferschutzspezifischen Hilfseinrichtungen sollen Frauen den notwendigen Überblick verschaffen, um die angebotene Hilfe auch in Anspruch nehmen zu können.

Frauenhelpline gegen Gewalt

Beratung: rund um die Uhr, anonym und kostenlos, 365 Tage im Jahr.

0800 222 555 (österreichweit gebührenfrei)

Ein Team von Expertinnen bietet Erst- und Krisenberatung an und vermittelt gezielt an regionale Frauenschutzeinrichtungen und Frauenberatungsstellen weiter.

Weiters informiert es über rechtliche und soziale Fragen und sorgt in Akutsituationen für rasche Hilfe.

Muttersprachliche Beratung wird in Arabisch, Englisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Rumänisch, Spanisch und Türkisch angeboten.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Frauenhelpline: http://www.frauenhelpline.at/.

Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen - Frauennotrufe

Die Fachberatungsstellen bieten spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen und jugendliche Mädchen mit sexuellen Gewalterfahrungen.

Das Angebot der Notrufe umfasst:

  • Krisenintervention
  • psychosoziale Beratung
  • Psychotherapie (Vermittlung auf Wunsch und bei Bedarf)
  • Traumatherapie (Vermittlung auf Wunsch und bei Bedarf)
  • psychosoziale und juristische Prozessbegleitung
  • Bezugspersonenberatung
  • Veranstaltungen (für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Bezugspersonen, Interessierte)
  • bei Bedarf Beiziehung von Dolmetscherinnen

In den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien sind autonome Notrufe eingerichtet die, zu bestimmten Zeiten, professionelle Unterstützung anbieten.

Außerhalb dieser Zeiten und für Betroffene aus den anderen Bundesländern bietet die Frauenhelpline: 0800 222 555 (österreichweit gebührenfrei erreichbar), unabhängig vom jeweiligen Wohnort, Erst- und Krisenberatung.

Bei Bedarf verweist sie an die passende Einrichtung des jeweiligen Bundeslandes weiter.

Neben der individuellen Beratung und Prozessbegleitung für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen liegen die Aufgaben als Frauennotruf in der Prävention, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und Vernetzung.

Zu diesem Zweck haben sich die fünf autonomen Frauennotrufe Österreichs im Dezember 2010 im Bundesverband der autonomen Frauennotrufe Österreichs (BAFÖ) zusammengeschlossen.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der gemeinsamen Webseite der autonomen Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen: www.frauennotrufe.at/cms/

Der 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien (+43 1 71 71 9) ist rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, anonym und kostenlos für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, die von sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt betroffen sind, erreichbar.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Frauennotrufes der Stadt Wien.

Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie

Die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen bieten Betroffenen – kostenlos und vertraulich - aktiv Hilfe und Unterstützung an – insbesondere nach einer polizeilichen Intervention in Fällen häuslicher Gewalt und von Stalking.

Ihre zentrale Aufgabe ist der Schutz der Opfer und die Erhöhung ihrer Sicherheit.

Diese Opferschutzeinrichtungen fungieren als Drehscheibe zwischen allen involvierten Institutionen (zum Beispiel Sicherheitsbehörden, Gerichte, Jugendwohlfahrtsbehörden, Frauenhäuser).

Das Angebot der Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen umfasst:

  • Hilfestellung zur Erhöhung von Schutz und Sicherheit für Frauen und ihre Kinder
  • Information und Unterstützung insbesondere nach einer polizeilichen Intervention
  • Unterstützung beim Formulieren und Einbringen von Anträgen bei Gericht sowie Hilfestellung bei Behördenkontakten
  • Begleitung zu polizeilichen Einvernahmen und Gerichtsverhandlungen
  • bei Bedarf Weitervermittlung an andere Einrichtungen (Frauenhäuser, Frauen- und Familienberatungsstellen, Kinderschutzeinrichtungen, Psychotherapeutinnen etc.)
  • bei Bedarf muttersprachliche Beratung oder Beiziehung von Dolmetscherinnen

Es gibt in jedem Bundesland ein Gewaltschutzzentrum/eine Interventionsstelle.

In manchen Bundesländern gibt es auch Regionalstellen.

Adressen der Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen finden Sie in den nachstehenden Links:

Frauenhäuser

Die Frauenhäuser bieten bedrohten oder misshandelten Frauen und deren Kindern unbürokratische Soforthilfe, bestehend aus Schutz, Unterkunft/geschütztem Wohnraum, Verpflegung und Beratung.

Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser beraten, begleiten und unterstützen bei Ämterwegen, Unterhalts- und Sorgerechtsfragen, Scheidung sowie Arbeits- und Wohnungssuche.

Nationalität, Religion sowie das Einkommen spielen dabei keine Rolle.

Das Angebot der Frauenhäuser umfasst:

  • Soforthilfe
  • Schutz und Unterkunft
  • psychosoziale Beratung, Rechtsberatung
  • Unterstützung bei Ansuchen
  • Nachbetreuung
  • Vermittlung
  • Bereitschaftsdienst rund um die Uhr
  • Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen
  • bei Bedarf muttersprachliche Beratung oder Beiziehung von Dolmetscherinnen

Adressen der Frauenhäuser finden Sie im nachstehenden Link:

Informationsstelle gegen Gewalt des Vereins der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser

Ziel der Informationsstelle ist die Prävention von Gewalt an Frauen und Kindern in der Familie und die effektive Kooperation aller gesellschaftlichen Institutionen.

Die Informationsstelle führt Projekte zur Prävention von Gewalt an Frauen/Gewalt in der Familie durch.

Das Angebot der Informationsstelle richtet sich an Medien, Polizei, Gerichte, medizinisches Personal, Studierende, Bildungseinrichtungen etc. und umfasst:

Produktion und Bereitstellung von Informationsmaterial

  • Telefonische und persönliche Information, Vermittlung an Hilfseinrichtungen
  • Information für verschiedene Zielgruppen: Medien, Polizei, Gerichte, medizinisches Personal, Studierende, Bildungseinrichtungen usw.
  • Konzeption und Durchführung von Seminaren für die Aus- und Fortbildung
  • Bereitstellung von Fachfrauen und Referentinnen für Veranstaltungen
  • Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Initiativen gegen Gewalt an Frauen

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Vereines Autonome Österreichische Frauenhäuser: http://www.aoef.at/.

Orient Express – Beratung und Notwohnung für von Zwangsheirat betroffene Frauen und Mädchen

Ein Team von sechs Betreuerinnen bietet Beratung und Unterstützung für Mädchen und junge Frauen (16 - 24 Jahre), die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind.

Zusätzlich wird Online-Beratung angeboten, die eine vom Wohnort unabhängige sichere und anonyme Beratung überall dort, wo ein Zugang zum Internet besteht, sicherstellt.

Seit August 2013 steht bei akuter Gefährdung auch eine Notwohnung, deren Adresse aus Sicherheitsgründen anonym gehalten wird, zur Verfügung.

Das Angebot umfasst:

Beratungsgespräche mit betroffenen Mädchen und deren Eltern bei zu erwartender Zwangsverheiratung

  • Krisenintervention bei drohender Zwangsheirat
  • Versuch einer Konfliktregelung
  • Kontakt zum zuständigen Jugendamt
  • Kontakt zu und Vermittlung bei den Eltern, je nach individueller Situation der Betroffenen
  • Unterstützung beim Auszug aus der Elternwohnung
  • vorübergehende Wohnmöglichkeit in der Notwohnung mit muttersprachlicher Beratung und Betreuung
  • Hilfe und Kontaktvermittlung bei rechtlichen Schritten im Heimatland (Organisieren von Anwältinnen/Anwälten bei Scheidung oder Eheannullierung)

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Vereins Orient Express: http://www.orientexpress-wien.com/.

Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel (IBF)

Ein Expertinnenteam aus mehrsprachigen Mitarbeiterinnen unterstützt Migrantinnen, die nach oder innerhalb von Österreich gehandelt wurden, um in der Prostitution oder in der Ehe, im Haushalt oder in anderen Tätigkeiten und Dienstleistungsverhältnissen (wie Reinigung, Tourismusindustrie, Landwirtschaft) ausgebeutet zu werden.

Die IBF arbeitet eng mit staatlichen Behörden und privaten Einrichtungen zusammen und hält auch Kontakt zu Nichtregierungsorganisationen im Ausland, um Migrantinnen in den Heimatländern über Gewaltprävention zu informieren und die Betreuung von betroffenen Frauen und Mädchen in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern zu koordinieren.

Das Angebot der IBF umfasst:

  • vorübergehende Wohnmöglichkeit in Wohnungen mit muttersprachlicher Betreuung und Beratung
  • Besuch von Frauen in der Schubhaft, wo der Verdacht besteht, dass sie Betroffene des Frauenhandels sind
  • Gesundheitsberatung, psychologische und soziale Beratung, Psychotherapie und Lebensberatung
  • Beratung und Intervention bezüglich Aufenthaltsrecht und Arbeitsrecht
  • Begleitung zu polizeilichen Einvernahmen
  • Prozessbegleitungen für Opfer, rechtliche Vertretung
  • Unterstützung bei der Beschaffung notwendiger Dokumente (fremdenrechtliche Dokumente, Meldezettel, Duplikate von Reisedokumenten, Heimreisezertifikate)
  • Deutschkurse und andere Weiterbildungs- und Integrationsangebote
  • oder Rückkehrvorbereitungen in Zusammenarbeit mit NGOs in den Herkunftsländern und anderen Organisationen

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel: http://www.lefoe.at/

Kontrast

  • Kontrast-Darstellung schwarz-weiß
  • Kontrast-Darstellung schwarz-gelb
  • Kontrast-Darstellung blau-weiß

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