Gleichstellung am Arbeitsmarkt

Gleichstellung am Arbeitsmarkt

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Die Gleichstellung von Frauen und Männern am österreichischen Arbeitsmarkt bedarf trotz vieler bereits erfolgreich umgesetzter Maßnahmen und erreichter Verbesserungen weiterhin großer Anstrengungen.

Denn die Benachteiligung von Frauen ist nach wie vor in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes deutlich.

Dazu zählt:

  • Zunächst ist Österreich eines der EU-Länder mit den größten geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden.
  • Weiters ging mit der steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen in den letzten Jahren auch eine Erhöhung der Teilzeitquote der beschäftigten Frauen einher. Dabei kann Teilzeitbeschäftigung die wirtschaftliche Unabhängigkeit und finanzielle Absicherung von Frauen während ihres Erwerbslebens als auch in der Pension gefährden.
  • Zudem wird unbezahlte Betreuungs- und Pflegearbeit im familiären Bereich hauptsächlich von Frauen geleistet, die mit den Auswirkungen der damit einhergehenden Berufsunterbrechungen und Erwerbseinschränkungen auf ihre Karriereverläufe konfrontiert sind.
  • Ebenso ist der österreichische Arbeitsmarkt nach Geschlechtern geteilt: Frauen arbeiten überwiegend in schlechter entlohnten Berufen des Dienstleistungssektors wie im Handel oder im Gesundheits- und Sozialwesen.
  • Auch sind Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft, in der Wissenschaft und Forschung, in der Politik und im öffentlichen Sektor in Österreich nach wie vor unterrepräsentiert.

Welche Initiativen fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt?

Es wird nun beispielhaft auf einige Initiativen in den genannten Problembereichen hingewiesen:

Um die Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt zu beseitigen und die Anstrengungen dazu strategisch zu bündeln, wurde der Nationale Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt veröffentlicht.

Der Abbau von Barrieren für Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf und für die Annahme von Vollzeitstellen sind wie die Bewusstseinsschaffung für die Auswirkung von Teilzeitarbeit auf Pensionen weitere wichtige Anliegen.

Dabei betrifft das Thema Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben längst nicht mehr nur Frauen, sondern muss auch auf eine stärkere Einbeziehung von Männern und Vätern fokussieren.

Die Bewusstseinsbildung in diesem Bereich hat die Kampagne Echte Männer gehen in Karenz zum Ziel.

Um die geschlechtsspezifische Lohnschere zu schließen, müssen strukturelle Ungleichheiten am Arbeitsmarkt beseitigt und die Einkommenstransparenz gestärkt werden.

Zur Förderung der Einkommenstransparenz und -gerechtigkeit bestehen deshalb seit 2011 zwei gesetzliche Verpflichtungen:

Einerseits besteht die Verpflichtung zur Angabe des kollektivvertraglichen Mindestentgelts und der Bereitschaft zur Überbezahlung in Stelleninseraten.

Andererseits gilt für Unternehmen ab einer bestimmten Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - seit 2014 ab 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - die Verpflichtung zur Erstellung eines Einkommensberichts.

Darüber hinaus bietet der Online-Gehaltsrechner die Möglichkeit auf einfache Weise das in einem Sektor und einer Region übliche Durchschnittsgehalt zu berechnen.

Mit dem Aufzeigen von guten Praxisbeispielen kann die Förderung der ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in Führungs- und Entscheidungspositionen in allen Gesellschaftsbereichen unterstützt werden.

Mit dem Projekt „Women are TOP! To the top by innovative corporate cultures” (Frauen sind TOP! Durch innovative Unternehmenskulturen zum Ziel) werden Maßnahmen im Bereich der Aufsichtsräte und wirtschaftlicher Führungs- und Managementpositionen entwickelt, die zu geschlechtergerechten Organisationskulturen führen sollen.

Initiativen zum Abbau von stereotypen Geschlechterrollen sollen zur Diversität von Karriere- und Ausbildungswegen von Frauen und Männern/Mädchen und Buben in allen Berufssparten beitragen.

Dazu zählen die Veranstaltungen des Girls‘ Day/Girls‘ Day Mini und die Online-Informationsplattform Meine Technik.

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