Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen tritt in unterschiedlichen Formen auf:

Sie kann auf physischer, sexueller, psychischer, ökonomischer oder sozialer Ebene ausgeübt werden.

Von personaler Gewalt, die direkt von einem handelnden Täter ausgeübt wird, ist die strukturelle Gewalt, die nicht auf ein handelndes Subjekt abstellt, sondern in das Gesellschaftssystem eingebaut ist und sich in ungleichen Machtverhältnissen und folglich ungleichen Lebenschancen von Frauen und Männern äußert, zu unterscheiden.

Personale und strukturelle Gewalt bedingen und ergänzen einander.

Die wirksame Bekämpfung von Gewalt setzt daher Maßnahmen voraus, die sowohl am Täter ansetzen und das Opfer unterstützen, als auch die Veränderungen der gesellschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zum Ziel haben.

Am häufigsten erleben Frauen Gewalt in ihrer Familie, 90 Prozent aller Gewalttaten werden nach Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Nahraum ausgeübt.

Die Dunkelziffer bei familiärer Gewalt ist sehr hoch, Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass jede fünfte Frau bereits Gewalt in einer Beziehung erlebt hat.

Besonders gefährdet sind Frauen mit Behinderungen – vor allem wegen der häufig bestehenden Abhängigkeit von Unterstützungsleistungen durch andere Menschen.

Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund sind darüber hinaus auch von einer spezifischen Form von häuslicher Gewalt betroffen – der traditionsbedingten Gewalt.

Broschüre "Frauen haben Recht(e)"

Frauen zu unterstützen, die in ihren privaten Beziehungen Gewalt erleiden, ist ein Kernbereich der Frauenpolitik.

Ist eine Frau Opfer einer gewalttätigen Handlung geworden, kann sie auf ein bereits sehr engmaschiges Netz an rechtlicher und faktischer Hilfe zurückgreifen.

Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten können aber nur in Anspruch genommen werden, wenn die Betroffenen auch Kenntnis davon haben.

Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind, diese Informationen zur Verfügung zu stellen, ist das Ziel der Broschüre "Frauen haben Recht(e)".

Ein umfangreicher Adressteil ergänzt die übersichtlich aufbereiteten fachlichen Informationen und gibt darüber Auskunft, welche Einrichtungen in jedem Bundesland für Beratung und Hilfe genützt werden können.

Kontrast

  • Kontrast-Darstellung schwarz-weiß
  • Kontrast-Darstellung schwarz-gelb
  • Kontrast-Darstellung blau-weiß

HyperSign ist ein Angebot des
ServiceCenter ÖGS.barrierefrei 
© 2013-2018

Systemanforderungen:
HTML5 fähiger Webbrowser,
Javascript aktiviert