Frauenrechte und Gleichstellung in der Europäischen Union

Frauenrechte und Gleichstellung in der Europäischen Union

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Die Gleichheit von Frauen und Männern ist ein gemeinsamer Wert der Europäischen Union.

Laut Vertrag über die EU zählt die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter zu den Aufgaben der Union (Artikel 3).

Die Union arbeitet bei allen Tätigkeiten darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern (Vertrag über die Arbeitsweise der EU, Artikel 8).

Die EU hat im Bereich der Geschlechtergleichstellung maßgebliche Richtlinien erlassen.

Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, diese Richtlinien umzusetzen.

Neben den rechtlich verbindlichen Richtlinien besteht mit dem Europäischen Pakt für die Gleichstellung der Geschlechter für 2011 bis 2020 und der Strategie der Europäischen Kommission für die Gleichstellung von Frauen und Männern für 2010 bis 2015 ein klares Bekenntnis zur Förderung von Geschlechtergleichstellung in der EU sowie ein Katalog von Maßnahmen, um dieses Ziel auf EU- und Mitgliedsstaatenebene zu erreichen.

Darüber hinaus legt die Europäische Kommission dem Europäischen Rat jährlich einen Bericht über die Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter vor, in dem auch die politischen Leitlinien und Prioritäten für die Zukunft festgelegt werden.

Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist auch ein wichtiges Anliegen, um die Ziele der Europa 2020 Strategie zu erreichen.

„Europa 2020“ ist die Strategie der EU für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

Zwei der fünf Kernziele betreffen die Beschäftigungssteigerung und Armutsverminderung:

  • 75 % der 20- bis 64-Jährigen sollen EU-weit bis 2020 in Arbeit stehen.
  • Die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen oder bedrohten Menschen soll in der gesamten EU um mindestens 20 Millionen gesenkt werden.

Für die Erreichung dieser Wachstumsziele ist es einerseits wichtig, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen in qualitätsvoller und existenzsichernder Beschäftigung gesteigert wird.

Andererseits ist es vor dem Hintergrund von hoher Armutsgefährdung und Altersarmut dringend notwendig, die wirtschaftliche Absicherung und soziale Inklusion von Frauen in allen Lebensphasen sicherzustellen.

Zum Informationsaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Frauen sowie anderer Bundesministerien und Vertreterinnen und Vertreter verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen wird halbjährlich zur Diskussion im Rahmen der „Plattform EU, Internationales und Gender“ eingeladen.

Vertreterinnen und Vertreter interessierter Organisationen können sich unter der Adresse iv6(at)bmbf.gv.at für diese Veranstaltung anmelden.

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