Volksschule

Volksschule

Die Volksschule hat die Aufgabe, eine für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsame Primarbildung unter Berücksichtigung einer sozialen Integration von Kindern mit Behinderung zu vermitteln.

Dabei soll den Schülern eine grundlegende und ausgewogene Bildung im sozialen, emotionellen, intellektuellen und körperlichen Persönlichkeitsbereich ermöglicht werden.

Die Volksschule umfasst jedenfalls die Grundschule, bestehend aus Grundstufe I und Grundstufe II sowie bei Bedarf die Oberstufe.

Die Grundstufe I umfasst bei Bedarf die Vorschulstufe und die 1. und 2. Schulstufe.

Die Grundstufe II umfasst die 3. und 4. Schulstufe.

Die Grundstufe I ist (bei Bedarf) mit einem getrennten Angebot von Vorschulstufe (Vorschulklasse) sowie 1. und 2. Schulstufe oder mit einem gemeinsamen Angebot von Schulstufen der Grundstufe I zu führen.

Die Entscheidung, ob die Schulstufen der Grundstufe I getrennt oder gemeinsam geführt werden, obliegt der nach dem Landesausführungsgesetz zuständigen Behörde nach Anhörung des Schulforums, des Schulerhalters und des Kollegiums des Bezirksschulrates.

Die Volksschule hat in der Vorschulstufe jene Kinder im Hinblick auf die für die 1. Schulstufe erforderliche Schulreife zu fördern, die in dem betreffenden Kalenderjahr schulpflichtig geworden sind, jedoch noch nicht die Schulreife besitzen sowie jene Kinder, deren vorzeitige Aufnahme in die 1. Schulstufe widerrufen wurde.

Die soziale Integration behinderter Kinder ist zu berücksichtigen.

Jeder Schulstufe der Volksschule entspricht - soweit es die Anzahl der Schülerinnen und Schüler zulässt - eine Klasse.

Bei einer zu geringen Anzahl können mehrere Schulstufen in einer Klasse zusammengefasst werden.

In der Vorschulstufe gibt es keine Leistungsbeurteilung, das Jahreszeugnis enthält lediglich einen Teilnahmevermerk.

Die ersten beiden Schulstufen der Volksschule bilden eine Einheit, das heißt alle Kinder der ersten Schulstufe sind zum Aufsteigen in die zweite Klasse berechtigt, unabhängig von der Beurteilung im Jahreszeugnis.

Der Unterricht wird in der Regel durch den Klassenlehrer erteilt (Ausnahme z.B. der Religionsunterricht).

Zusätzlich wählbar sind zu den Pflichtgegenständen die so genannten unverbindlichen Übungen (z.B. Chorgesang, Darstellendes Spiel, Interessen- und Begabungsförderung).

Es wird Förderunterricht im sprachlichen oder mathematischen Bereich im Ausmaß einer Unterrichtseinheit pro Woche angeboten.

Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch sind in den Klassenverband integriert und können bei Bedarf eine besondere Förderung in der Unterrichtssprache Deutsch erhalten sowie am muttersprachlichen Unterricht teilnehmen.

In der 4. Schulstufe werden die Erziehungsberechtigten, basierend auf den Interessen und dem Leistungsniveau des Kindes, über den empfehlenswerten weiteren Bildungsweg der Schüler informiert.

In der Grundstufe I der Volksschule, in der nach dem Lehrplan der Volksschule geführten Sonderschule sowie weiters innerhalb der ersten drei Schulstufen der Allgemeinen Sonderschule besteht die Möglichkeit, während des Unterrichtsjahres in die nächsthöhere oder nächstniedrigere Schulstufe zu wechseln, wenn dadurch der Lernsituation der Schülerin bzw. des Schülers eher entsprochen wird und eine Unter- oder Überforderung in körperlicher oder geistiger Hinsicht nicht zu befürchten ist.

Die Entscheidung trifft die Schulkonferenz auf Grund des Antrags der Klassenlehrerin bzw. des Klassenlehrers oder der Eltern.

Die Eltern sind über die Entscheidung unverzüglich zu informieren und können dagegen binnen 5 Tagen eine Berufung bei der Schule einbringen.

Endgültig entscheidet der Bezirksschulrat bzw. in Wien der Stadtschulrat.

Während der Grundschulzeit ist es möglich, einmal eine Schulstufe zu überspringen.

Die erste Schulstufe kann nicht übersprungen werden.

Schülerinnen bzw. Schüler der Grundschule dürfen nur dann in die übernächste Schulstufe aufgenommen werden, wenn dadurch die Gesamtdauer der Grundschule nicht weniger als drei Schuljahre beträgt.

Sollte sich nach Aufnahme in die übernächste Schulstufe eine Überforderung des Kindes herausstellen, so kann die Entscheidung mit Zustimmung der Eltern bis zum Ende des Kalenderjahres widerrufen werden.

Seit Beginn des Schuljahres 1998/99 ist im Grundschullehrplan ab der 1. Schulstufe eine lebende Fremdsprache (Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch oder Ungarisch) verbindlich vorgesehen; jedoch ohne Benotung.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist der Fremdsprachenunterricht an allen Volksschulen ab der 1. Schulstufe verpflichtend.

Die verbindliche Übung "Lebende Fremdsprache" wird in der Grundstufe I integrativ geführt, ohne dass es zu einer Ausweitung des Stundenausmaßes kommt.

Pro Schulstufe sind im Rahmen der grundschulgemäßen Unterrichtsplanung 32 Jahresstunden aus dem Zeitbudget der einzelnen Pflichtgegenstände, mit Ausnahme von "Deutsch, Lesen, Schreiben" dafür zu verwenden.

Dadurch wird eine zeitliche Mehrbelastung der Kinder vermieden.

Der Unterricht kann phasenweise fächerübergreifend in der lebenden Fremdsprache erteilt und von der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer zeitlich flexibel angesetzt werden.

In der Grundstufe II gibt es wie bisher für die verbindliche Übung "Lebende Fremdsprache" laut Stundentafel eine Wochenstunde.

Die Weiterführung in integrativer Form (wie in der Grundstufe I) ist möglich.

Der Übertritt von der Volksschule in eine weiterführende öffentliche Schule (Hauptschule, Neue Mittelschule, AHS-Unterstufe) erfordert den erfolgreichen Abschluss der 4. Schulstufe und eine Anmeldung.

Bei Privatschulen ist die zeitgerechte Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Direktion wichtig.

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