Allgemeinbildende höhere Schule (AHS)

Allgemeinbildende höhere Schule (AHS)

Das Ziel der AHS ist die Vermittlung einer umfassenden und vertieften Allgemeinbildung und damit die Schaffung der nötigen Voraussetzungen für ein Universitätsstudium.

Die allgemein bildende höhere Schule (AHS) gliedert sich in Unterstufe (4 Schulstufen Sekundarstufe I) und Oberstufe (4 Schulstufen Sekundarstufe II; an einzelnen Sonderformen 5 Schulstufen).

Es gibt auch Oberstufenformen ohne Unterstufe (Oberstufenrealgymnasien).

In ihrer Langform dauert die AHS daher acht Jahre, an einzelnen Sonderformen 9 Jahre.

Schülerinnen und Schüler, welche die Unterstufe der AHS erfolgreich absolviert haben, können die Oberstufe besuchen.

Auch der Übertritt aus der Hauptschule (auslaufend bis zum Schuljahr 2017/18), der Neuen Mittelschule bzw. der Polytechnischen Schule ist nach erfolgreichem Abschluss ab einem bestimmten Leistungsniveau möglich.

Das Eintrittsalter der Schülerinnen und Schüler in die Unterstufe der AHS liegt meist bei 10 Jahren.

Die Aufnahme in die 1. Klasse einer AHS setzt voraus, dass die 4. Klasse der Volksschule erfolgreich abgeschlossen wurde und in den Fächern Deutsch, Lesen, Schreiben und Mathematik gute oder sehr gute Leistungen erzielt wurden, oder dass – bei Beurteilung mit „Befriedigend“ - eine Empfehlung der Schulkonferenz der Volksschule für den Besuch der AHS vorliegt.

Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann die Schülerin bzw. der Schüler eine Aufnahmeprüfung an einer AHS ablegen.

Abweichend davon können Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Unterstufe der AHS besuchen, sofern sie die 4. Stufe der Volksschule oder der Sonderschule besucht haben.

Die Aufnahme in eine musische oder sportliche Sonderform der AHS setzt eine zusätzliche Eignungsprüfung voraus.

Der Wechsel von der Hauptschule (HS) oder von einer Neuen Mittelschule (NMS) in eine höhere Klasse der AHS-Unterstufe ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Entscheidend ist die bisherige Leistungsbeurteilung auf entsprechendem Niveau, allenfalls ist eine Aufnahmeprüfung bzw. sind Aufnahmeprüfungen erforderlich.

Ab der 3. Klasse AHS erfolgt eine Aufgliederung in drei Ausbildungsrichtungen:

  • Gymnasium (mit verpflichtendem „Latein“)
  • Realgymnasium (mit mehr Mathematik und - alternativ - mehr Naturwissenschaften oder dem zusätzlichen Gegenstand „Darstellende Geometrie“)
  • Wirtschaftskundliches Realgymnasium (mit mehr Chemie, Wirtschaftskunde, Psychologie und Philosophie)

Im Rahmen der Schulautonomie können an jeder Schule begrenzte Änderungen der Lehrplanbestimmungen und Schwerpunktsetzungen in der Stundentafel vorgenommen werden.

Von der 6. bis zur 8. Klasse können die Schülerinnen und Schüler durch die Auswahl von Wahlpflichtgegenständen eigene Schwerpunkte setzen.

Neben den genannten Langformen der AHS (5.-12. Schulstufe) gibt es ab der 9. Schulstufe Oberstufen-Realgymnasien (ORG), welche auch Schülerinnen und Schüler nach der 4. Klasse der Hauptschule, Neuen Mittelschule oder nach einer Polytechnischen Schule besuchen können.

Auch der Übertritt aus einer AHS-Langform ist möglich, ebenso der Übertritt in eine AHS-Langform aus Hauptschule, Neuer Mittelschule und Polytechnischer Schule.

Im Oberstufen-Realgymnasium wählen die Schülerinnen und Schüler zwischen Latein und einer zweiten lebenden Fremdsprache; außerdem haben sie die Möglichkeit zur Wahl zwischen einer kreativen oder einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunktsetzung mit oder ohne Darstellender Geometrie.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Sonderformen der AHS, wie das Aufbaugymnasium und -realgymnasium, das Gymnasium und Realgymnasium für Berufstätige und die AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung sowie diverse Schulversuchsmodelle.

Ab Schuljahr 2017/18 ist - beginnend mit der 10. Schulstufe - eine Semestergliederung aller Formen der AHS-Oberstufe zur Individualisierung von Bildungslaufbahnen mit individueller Lernbegleitung und spezieller Begabungsförderung vorgesehen.

Die AHS schließt mit der Matura bzw. Reifeprüfung ab.

Ab Schuljahr 2014/15 wird die standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung eingeführt:

Die erste Säule besteht aus einer schriftlichen vorwissenschaftlichen, im (vor)letzten Schuljahr selbständig zu erstellenden Arbeit mit abschließender Präsentation und Diskussion.

Die zweite Säule besteht aus mehreren Klausurprüfungen, die in Deutsch, vier lebenden Fremdsprachen und Mathematik sowie anerkannten Minderheitensprachen standardisiert umgesetzt werden.

Wahlweise sind drei oder vier Klausurprüfungen abzulegen.

Die dritte Säule besteht aus mehreren mündlichen Prüfungen, deren Prüfungsfragen von Lehrerinnen- und Lehrerteams an der Schule entwickelt werden.

Wahlweise sind drei oder zwei mündliche Prüfungen abzulegen.

Die Reifeprüfung berechtigt zum Studium.

Adressen aller allgemeinbildenden höheren Schulen finden Sie im Verzeichnis „Schulen online“ unter Schulart: „Allgemeinbildende höhere Schulen“ bzw. „AHS mit Modellversuch neue Mittelschule“.

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